|
Obedience heißt "Gehorsam" und kann ohne weiteres als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet werden. Obedience ist eine "moderne" Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung ankommt. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist Voraussetzung. Bei Obedience-Prüfungen geht es nicht nur um den Gehorsam des Hundes; auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden spielt eine große Rolle. Ein großer Unterschied zu anderen Hundesportarten ist auch, dass der Hundeführer vom Ringsteward durch die Prüfung geführt wird. Der Hundeführer läuft kein "Schema F" ab, sondern handelt auf Anweisung des Ringstewards. Das ist einerseits sicherlich ein Vorteil für nervöse Hundeführer, andererseits muss der Hundeführer seine Hör- bzw. Sichtzeichen sofort nach der Freigabe durch den Steward geben, was durchaus als zusätzliche Schwierigkeit anzusehen ist.
Bei Obedience muss das Team die Übungen nicht einfach „nur" können, ... sondern es muss auch noch gut aussehen. Diese „Harmonie" erreicht man nur, wenn der Hund seinem Menschen vertraut und Spaß an der gemeinsamen Arbeit hat, sprich WILL. Ansonsten ist Obedience für jeden Hund geeignet, unabhängig von Alter und Größe, da die Richter bei der Bewertung auf die Besonderheiten des Hundes/der Rasse Rücksicht nehmen. Zu den meistens bekannten "üblichen" Gehorsamsübungen, die wir aus der Begleithundeprüfung kennen, also z.B. Fuß laufen, Sitz aus der Bewegung, Platz mit Abrufen etc. kommen beim Obedience noch einige interessante hinzu:
* Apportieren * Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation * Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh * Vorausschicken in eine Box / Quadrat aus 4 Pylonen * Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden * Ablage / alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt
In Deutschland gibt es vier Prüfungsstufen im Obedience: * Die Beginnerklasse * Klasse 1 * Klasse 2 * Klasse 3
|